Bundesweite Angebote
Von überall aus Teil unseres Netzwerks werden
- der nachhaltigen Unternehmensentwicklung für Kleine und Mittlere Unternehmen und gemeinnützige Organisationen.
Unsere bundesweiten Angebote richten sich an alle, die nicht in unseren Fokusregionen ansässig sind und dennoch von unserem Netzwerk profitieren möchten. HierWirken bietet Ihnen unternehmensorientierte Workshops und kostenfreie Nachhaltigkeitsberatung inklusive CO2- Bilanzierung. Der KlimaFonds ermöglicht Ihnen zertifizierte Investitionen in Klimaschutzprojekte.
Unsere Angebote:
Online Workshops
Analysieren Sie Ihren Status quo und entwickeln Sie konkrete Strategien für Ihr Unternehmen.
CO₂-Bilanzierung
Nutzen Sie unsere Unterstützung für die CO2-Bilanzierung Ihres Unternehmens oder Ihrer Veranstaltung.
KlimaFonds
Fördern Sie Klimaschutzprojekte in den Fokusregionen. Die CO2-Einsparungen sind durch den TÜV Nord validiert.
Warum?
Wir haben erlebt, wie verletzlich unsere Wirtschaft und Gesellschaft in Krisensituationen sind und spüren, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, aktiv zu werden. Viele Betriebe sorgen sich, wie sie unter unsicheren Bedingungen wirtschaften, Mitarbeitende halten und Nachhaltigkeit integrieren können. Zugleich fühlen sich engagierte Unternehmen oft allein, überlastet und ohne klaren Einstiegspunkt.
Dafür braucht es einen gemeinsamen Raum für Wissen, Austausch und Handeln statt Belehrungen von außen. Durch ein starkes Expert:innen-Netzwerk und gezielte Möglichkeitsräume bündelt HierWirken vorhandenes Wissen, bringt Unternehmen miteinander ins Gespräch und ins Tun.
So entstehen neue Kooperationen, neue Kundenkontakte und konkrete Lösungen, die nicht nur dem Klimaschutz dienen, sondern auch die Zukunftsfähigkeit der Betriebe stärken – gemeinsam statt allein.
Unsere nächsten Online Workshops
Buch zu Regionalgeld von Projektleiter Christian Gelleri erschienen
Das Buch von Christian Gelleri, das im August 2026 erschienen ist, ist ein wissenschaftlicher und zugleich persönlich gefärbter Beitrag zur Debatte um die Demokratisierung des Geldes und die Transformation des Wirtschaftssystems - mit vielen Erfahrungen aus »Chiemgauer« und »Klimabonus« als konkreten Beispielen für gelebte Geldinnovation im 21. Jahrhundert. Es behandelt die Leitfrage: Was können Komplementärwährungen zur sozial-ökologischen Transformation beitragen?
Christian Gelleri hat 23 Jahre Praxis und sieben Jahre Forschung in ein Buch gepackt. Es steht hier zum kostenlosen Download als Open Access (gratis PDF) zur Verfügung.
Für alle die keine Zeit haben, alle 379 Seiten zu lesen, fassen wir hier das Wichtigste zusammen.
Vom Schulprojekt zur Doktorarbeit
2002 gründete Gelleri mit sechs Schülerinnen einer Waldorfschule in Prien am Chiemsee ein Schülerunternehmen. Die Idee: ein regionales Gutscheinsystem, der Chiemgauer. Aus dem Experiment wurde eine der bekanntesten Regionalwährungen Deutschlands. Der Autor war Gründer, Manager, Nutzer und ist nun Forscher in einer Person.
Ausgeben statt Horten
Ein Chiemgauer ist immer einen Euro wert und durch echte Euro-Guthaben gedeckt. Wer ihn lange aufbewahrt, zahlt dafür eine kleine Gebühr von 6 % im Jahr, die gemeinnützigen Projekten zugutekommt. Ausgeben lohnt sich also mehr als Sparen. Das zeigen die Zahlen: 2019 wechselte ein Chiemgauer im Schnitt etwa neunmal den Besitzer, ein Euro nur knapp dreimal.
Ein Betrag, mehrfach bezahlt
Ein Beispiel: Wer 100 Euro in Chiemgauer tauscht, bezahlt damit beim Bäcker. Der Bäcker kauft davon Mehl bei der Mühle, die Mühle bezahlt den Landwirt, und erst dort wird zurück in Euro getauscht. Aus 100 Euro werden so 300 Euro Umsatz bei Betrieben der Region. 2019 lag dieser Faktor im Schnitt bei gut 3. Neues Geld entsteht dabei nicht. Die 100 Euro bleiben hinterlegt, es ist derselbe Betrag, der mehrfach den Besitzer wechselt. Bei einem normalen City-Gutschein endet die Kette nach dem ersten Einkauf, weil der Händler ihn sofort in Euro umtauscht. Sein Faktor liegt bei 1. Dieses Weiterreichen im regionalen Kreislauf hält der Autor für den eigentlichen Erfolgsfaktor.
Auch die Wirkung vor Ort ist messbar: 69,5 % der befragten Nutzenden kaufen seit der Nutzung häufiger bei inhabergeführten Geschäften ein.
Der Klimabonus in der Praxis
Mit dem Klimabonus hat das Chiemgauer-Netzwerk sein Prinzip auf den Klimaschutz übertragen. Die Stadt Traunstein zahlte Förderungen für Photovoltaikanlagen in Chiemgauer aus, sodass das Geld in der Region blieb.
Die Bilanz von März 2021 bis Juli 2023:
- 4.475 Kilowattpeak neue Solarleistung im Stadtgebiet
- 90 % der geförderten Anlagen mit Batteriespeicher, bundesweit waren es 2022 rund 50 %
- nach Schätzung des Autors etwa 42 % mehr Zubau als ohne Programm zu erwarten gewesen wäre
- bei 224.000 Euro Fördersumme rechnerisch rund 12 Euro pro zusätzlich eingesparter Tonne CO₂; eine im Buch zitierte Studie veranschlagt für Deutschland insgesamt im Schnitt 116 Euro
Insgesamt wurden über 2.200 Personen belohnt und über 50.000 Tonnen CO₂ eingespart.
Grenzen und Ausblick
Komplementärwährungen können die großen Geldsysteme nicht ersetzen. Das Buch zeigt auch, dass sie rechtlich eng gefasst sind: Der Chiemgauer ist nur in kleiner Region und mit überschaubarem Volumen zulässig, Gemeinden, die ihn akzeptieren wollten, bekamen Probleme mit der Kommunalaufsicht.
Gelleri sieht ihren Wert woanders. Sie machen sichtbar, welche Werte eine Gemeinschaft stärken will: Natur, Kultur, soziales Miteinander und Wirtschaft.

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Neuigkeiten von HierWirken
Buch zu Regionalgeld von Projektleiter Christian Gelleri erschienen
Das Buch von Christian Gelleri, das im August 2026 erschienen ist, ist ein wissenschaftlicher und zugleich persönlich gefärbter Beitrag zur Debatte um die Demokratisierung des Geldes und die Transformation des Wirtschaftssystems - mit vielen Erfahrungen aus »Chiemgauer« und »Klimabonus« als konkreten Beispielen für gelebte Geldinnovation im 21. Jahrhundert. Es behandelt die Leitfrage: Was können Komplementärwährungen zur sozial-ökologischen Transformation beitragen?
Christian Gelleri hat 23 Jahre Praxis und sieben Jahre Forschung in ein Buch gepackt. Es steht hier zum kostenlosen Download als Open Access (gratis PDF) zur Verfügung.
Für alle die keine Zeit haben, alle 379 Seiten zu lesen, fassen wir hier das Wichtigste zusammen.
Vom Schulprojekt zur Doktorarbeit
2002 gründete Gelleri mit sechs Schülerinnen einer Waldorfschule in Prien am Chiemsee ein Schülerunternehmen. Die Idee: ein regionales Gutscheinsystem, der Chiemgauer. Aus dem Experiment wurde eine der bekanntesten Regionalwährungen Deutschlands. Der Autor war Gründer, Manager, Nutzer und ist nun Forscher in einer Person.
Ausgeben statt Horten
Ein Chiemgauer ist immer einen Euro wert und durch echte Euro-Guthaben gedeckt. Wer ihn lange aufbewahrt, zahlt dafür eine kleine Gebühr von 6 % im Jahr, die gemeinnützigen Projekten zugutekommt. Ausgeben lohnt sich also mehr als Sparen. Das zeigen die Zahlen: 2019 wechselte ein Chiemgauer im Schnitt etwa neunmal den Besitzer, ein Euro nur knapp dreimal.
Ein Betrag, mehrfach bezahlt
Ein Beispiel: Wer 100 Euro in Chiemgauer tauscht, bezahlt damit beim Bäcker. Der Bäcker kauft davon Mehl bei der Mühle, die Mühle bezahlt den Landwirt, und erst dort wird zurück in Euro getauscht. Aus 100 Euro werden so 300 Euro Umsatz bei Betrieben der Region. 2019 lag dieser Faktor im Schnitt bei gut 3. Neues Geld entsteht dabei nicht. Die 100 Euro bleiben hinterlegt, es ist derselbe Betrag, der mehrfach den Besitzer wechselt. Bei einem normalen City-Gutschein endet die Kette nach dem ersten Einkauf, weil der Händler ihn sofort in Euro umtauscht. Sein Faktor liegt bei 1. Dieses Weiterreichen im regionalen Kreislauf hält der Autor für den eigentlichen Erfolgsfaktor.
Auch die Wirkung vor Ort ist messbar: 69,5 % der befragten Nutzenden kaufen seit der Nutzung häufiger bei inhabergeführten Geschäften ein.
Der Klimabonus in der Praxis
Mit dem Klimabonus hat das Chiemgauer-Netzwerk sein Prinzip auf den Klimaschutz übertragen. Die Stadt Traunstein zahlte Förderungen für Photovoltaikanlagen in Chiemgauer aus, sodass das Geld in der Region blieb.
Die Bilanz von März 2021 bis Juli 2023:
- 4.475 Kilowattpeak neue Solarleistung im Stadtgebiet
- 90 % der geförderten Anlagen mit Batteriespeicher, bundesweit waren es 2022 rund 50 %
- nach Schätzung des Autors etwa 42 % mehr Zubau als ohne Programm zu erwarten gewesen wäre
- bei 224.000 Euro Fördersumme rechnerisch rund 12 Euro pro zusätzlich eingesparter Tonne CO₂; eine im Buch zitierte Studie veranschlagt für Deutschland insgesamt im Schnitt 116 Euro
Insgesamt wurden über 2.200 Personen belohnt und über 50.000 Tonnen CO₂ eingespart.
Grenzen und Ausblick
Komplementärwährungen können die großen Geldsysteme nicht ersetzen. Das Buch zeigt auch, dass sie rechtlich eng gefasst sind: Der Chiemgauer ist nur in kleiner Region und mit überschaubarem Volumen zulässig, Gemeinden, die ihn akzeptieren wollten, bekamen Probleme mit der Kommunalaufsicht.
Gelleri sieht ihren Wert woanders. Sie machen sichtbar, welche Werte eine Gemeinschaft stärken will: Natur, Kultur, soziales Miteinander und Wirtschaft.
